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Die Mohnbauern von Badachschan

Ein Film von Ghafoor Zamani

 

Zwischen Mai und September ist Erntezeit auf den Mohnfeldern in den schwer zugänglichen Bergen von Nordafghanistan. Aus dem Schlafmohn wird hier Opium gewonnen - das "Schwarze Gold". Die Bauern von Badachschan befürchten aber massive Einbussen ihrer Einkünfte, seitdem die Zentralregierung ihre regionalen Kommissare angewiesen hat, verstärkt und kompromisslos gegen den Mohnanbau vorzugehen.
Hauptkommissar Nasari, der Mann, der den Auftrag hat, die Mohnplantagen zu vernichten, führt einen schizophrenen Krieg: drei Jahrzehnte lang war er als Guerillakommandant mit diesen Bauern an der Front, jetzt muss er ihnen, die das Gesetz der Blutrache gewohnt sind, rechtsstaatliche Regeln beibringen, den Respekt der neuen Gesetze und die Achtung einer ordentlich gewählten Zentralregierung. Und das ist umso schwieriger, weil die Opiumwirtschaft hier die einzige Einnahmequelle der Bauern ist, die sie  mit allen Mitteln verteidigen werden. Denn sie haben in der abgelegenen Gegend kaum eine andere Überlebensmöglichkeit. "Opium ist im Islam ebenso verboten wie Schweinefleisch", sagt der Kommissar, "aber in der Not darf man es essen".
Die Bauern, die heute Mohnfelder bewirtschaften, kämpften früher als islamische Mudschaheddin in den Bergen. Sie wissen also, wie man mit Waffen umgeht. Hauptkommissar Nasari muss daher bei seiner Arbeit mit viel Fingerspitzengefühl vorgehen und  sehr vorsichtig sein. Denn der Boden in Afghanistan ist immer noch mit Blut getränkt.

 

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