Zeitbombe Pakistan
Ein Film von Ghafoor Zamani | SWR 2008 | 30 min.
Im Kampf gegen den Terror und den radikalen Islamismus steht für den Westen im Atomstaat Pakistan mehr auf dem Spiel als in Afghanistan oder im Iran. Der Mord an Benazir Bhutto bestätigt erneut, wie instabil das Land ist.
Es herrscht ein Kampf zwischen dem islamischen Recht der Scharia und der rechtstaatlichen Freiheit - zwischen Tradition und Moderne. Seit der Gründung des Landes vor 60 Jahren teilen das Militär und die Mullahs die Macht unter sich auf. Die einen haben inzwischen die Atombombe, die anderen ihre heiligen Krieger.
Doch in den letzten Jahren sind zwei neue Mächte dazu gekommen: Die liberal-demokratischen Kräfte und die Medien. Die Demokraten haben den Großteil der städtischen Bürger hinter sich, auch wenn der islamistische Terror den Alltag bestimmt. Über 30 Fernsehsender liefern täglich Informationen für die mehrheitlich analphabetische Bevölkerung. Die Medien sind sowohl dem Militär als auch den Mullahs ein Dorn im Auge.
Der Film „Zeitbombe Pakistan“ dokumentiert den Alltag zweier Repräsentanten verschiedener politischer Lager in Pakistan. Die Befürworter und Gegner der Demokratie. Die Hintergründe des Konflikts verfolgen wir im Alltag der militanten Islamisten und der demokratisch gesinnten Bevölkerung - in den Städten, den entlegenen Dörfern des Landes bis in die Waffenschmieden im Stammesgebiet.







