Auf halbem Weg zum Himmel
Nahaufnahmen aus Kirgistan
Ein Beitrag von Ghafoor Zamani | WDR5 2004
Fünfzehn Jahre lang war der Kirgise Omarquol Borubaev ein Held des sowjetischen Kinos. Ein Action-Held. In den 70er Jahren hielt er seine Knochen für lebensgefährliche Stunts hin. Oft wurden dabei die Pferde zu Tode geritten. Das Setting der Filme: die Gebirgslandschaften und die Wüsten Zentralasiens.
Ghafoor Zamani reist mit Omarquol Borubaev, der heute Web-Sites entwirft, durch Kirgistan, das doppelt so groß ist wie Portugal, aber nur fünf Millionen Einwohner hat. Eine Reise durch die Zeit. 1991 erklärten die Kirgisen als erstes Volk in Zentral-Asien ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Nach dem 11. September unterstützte die kirgisische Regierung die Amerikaner im Kampf gegen den internationalen Terrorismus.
Kirgistan, das Land, wo der Himmel die Erde berührt, befindet sich in einem Spagat zwischen Tradition, kommunistischer Vergangenheit und Neunfang. Das Kino, das Mitte der 60er Jahre eine eigene Sprache fand, ist heute so gut wie tot. TV-Programme aus Indien haben die verwegenen Leinwand-Helden der Vergangenheit überholt. Die neuesten Filme bekommt man für fünf Dollar auf DVD.





