Piraten
Über moderne Freibeuter und ihre Hintermänner
Ein Beitrag von Ghafoor Zamani | WDR5/Deutschlandfunk 2004
Die Zahl der Schiffsentführungen ist, laut Statistik des International Maritime Bureau in London, im Jahr 2003 zwar zurückgegangen, doch insgesamt nehmen die Fälle von Piraterie weltweit zu.
Besonders betroffen ist die Seestraße von Malakka zwischen Indonesien und Malaysia, die zu den wichtigsten Routen des Welthandels gehört. Aber auch im Roten Meer, vor der Küste Westafrikas und in vielen südamerikanischen Häfen entwickeln sich moderne Formen der Piraterie. Die Zahl der Opfer steigt, weil die Überfälle immer brutaler werden. Aber noch ist der wirtschaftliche Schaden nicht groß genug, um die internationale Staatengemeinschaft zum Handeln zu zwingen.
Dazu müsse wohl erst ein Tanker zu Terrorzwecken entführt werden, befürchtet ein Sprecher der International Transport Federation. Armut in den betroffenen Ländern, leergefischte Küstengewässer, korrupte Behörden und Bürgerkriege begünstigen die Seeräuberei. Doch auch mächtige Staaten fragen nicht nach dem Recht, wenn sie auf See ihre Interessen verletzt sehen.





